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Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Liebe Freunde und Partner von Kamenický Šenov / Steinschönau und Umgebung,

in dem letzten Web-Beitrag zum nächsten digitalen Stammtisch wurde Donnerstag, der 20. Mai 19.00 Uhr angegeben, das ist natürlich auch der richtige Termin, wie immer an einem Donnerstag.

In der Begrüßungsmail nach der Anmeldung wird fälschlicherweise der 22. Mai genannt – wir wollen niemanden am Pfingstsamstag abends von der Familie oder von eventuellen Kurzurlauben abhalten, bitten also vielmals um Entschuldigung für diesen Tippfehler.

Dann bis Donnerstag!

die sich jede(r) an der Partnerschaft mit Kamenický Šenov / Steinschönau und Umgebung Interessierte vormerken sollte!

Nach dem ersten erfolgreichen Stammtisch mit tschechischer und deutscher Beteiligung hat der Vorstand in seiner letzten Sitzung beschlossen, auch den nächsten Stammtisch digital abzuhalten, und zwar wegen des Himmelfahrtstages erst am dritten Donnerstag des Monats:

am Donnerstag, den 20. Mai 2021, ab 19.00 Uhr.

Eine rechtzeitige vorherige Anmeldung ist nötig. Bitte klicken Sie hier, um sich anzumelden.

Auch Gäste mit Interesse an der Städtepartnerschaft und den Vereinsaktivitäten sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen unter walter.erlenbach@partnerschaft-steinschoenau.de oder 02226/914026.

Über unseren ersten digitalen Stammtisch am 11. März, über den wir an dieser Stelle am 15. März berichtet haben, wurde auch in der April-Ausgabe von kultur&gewerbe, dem Mitteilungsblatt der Stadt Rheinbach, berichtet:

Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds, der alle unsere gemeinsamen Aktivitäten bisher großzügig finanziell unterstützt hat, hatte als Jahresthema 2021 ausgerufen: „Neue Zeiten? Neue Wege! Deutsch-tschechische Beziehungen in Zeiten der Pandemie” und wollte zur Diskussion über die Auswirkungen der Krise auf unsere Gesellschaften und die deutsch-tschechischen Beziehungen anregen sowie zur gemeinsamen Überwindung ihrer Folgen motivieren. Unterstützt werden konnten klassische, aber auch digitale deutsch-tschechische Projekte, die sich mit gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Folgen der Pandemie beschäftigen oder nach neuen Wegen der deutsch-tschechischen Begegnung und Zusammenarbeit in Krisenzeiten suchen.

Natürlich haben wir uns überlegt, was wir zu dem Jahresthema 2021 des Fonds beitragen können. Im Januar diesen Jahres haben wir dem tschechischen Schwesterverein angeboten, seine Mitglieder und weitere Interessierte in den Newsletterverteiler einzubeziehen; die Einwilligung wurde auf tschechisch übersetzt und genügt der Datenschutz-Grundverordnung. Auf Anhieb haben sich aus Tschechien 10 Personen (mit Ehepartnern 13) angemeldet und die Einwilligung unterzeichnet, und sie erhalten somit automatisch per Newsletter die neuesten Informationen unseres Vereins, und beim ersten digitale Stammtisch hatten bereits 6 Freunde vom tschechischen Partnerschaftsverein teilgenommen. Da uns für den digitalen Stammtisch dank der Unterstützung von Patrick Kern keine Kosten entstehen, haben wir hierfür auch keine finanzielle Unterstützung durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds benötigt. Wir haben dem Fonds gegenüber jedoch betont: „Vielleicht kann unser Beispiel der Begegnung und der Zusammenarbeit aber anderen Vereinen helfen, die Kontakte über die Grenzen hinweg zu halten oder gar zu verbessern. Für Fragen und Unterstützung stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.“ und der Fonds hat sofort mit einem facebook-Eintrag reagiert:

Und jetzt zu den übrigen Terminen, über die wir noch rechtzeitig und detailliert informieren werden:

20. Juni 2021: voraussichtlicher Ersatztermin des abgesagten Rheinbacher Frühlingsmarktes, wohl nur als Freiluftveranstaltung. Wir haben uns in den vergangenen Jahren bei diesem Markt immer präsentieren können und überlegen, wieder dabei zu sein.

Juli oder August: offizielle Mitgliederversammlung. Wir hoffen sehr, dass diese wieder als Präsenzveranstaltung abgehalten werden kann; da in diesem Jahr keine Wahlen anstehen wäre aber auch eine digitale Versammlung möglich, wir präferieren aber deutlich das persönliche Zusammentreffen.

11. September: Die schon zweimal verschobene Veranstaltung „Junges Europa trifft Beethoven“ soll als digitales Event im Rheinbacher Freizeitpark abgehalten werden. Von dem über unsere Partnerschaft eingeladenen Jugendchor „Camella“ aus Novy Bor unter der Leitung seines Dirigenten Jiri Strobl haben wir an dieser Stelle am 9. Dezember 2020 das Bundeslied (Text von Goethe, Musik von Beethoven) veröffentlicht. Leider ist für Jiri Strobl derzeit kein gemeinsames Proben möglich – drücken wir ihm und seinen jugendlichen Sängern fest die Daumen, dass sie bald wieder zusammen üben können und uns im September ein akustisch und optisch ansprechendes Video zeigen können.

16. – 19. September: Den im letzten Jahr abgesagten Besuch in der Partnerstadt planen sowohl unsere tschechischen Freunde als auch wir für diesen Termin. Der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds hat seine finanzielle Zusage auch für dieses Jahr fest zugesagt. An dem – vor allem von Jana und Rudolf Focke zusammengestellten – Programm soll beibehalten werden.

23. Oktober ab 18.30 Uhr im Waldhotel Rheinbach: Wir vollenden die ersten 20 Jahre des Bestehens unseres Partnerschaftsvereins und wollen dieses Jubiläum natürlich gebührend feiern. Für die Erstellung einer Fotodokumentation hat sich dankenswerter Weise Winfried Kern bereiterklärt – wir würden uns freuen, wenn ihm dafür noch Bilder von Besuchen in der Partnerstadt, von Besuchen der tschechischen Gäste bei uns oder von weiteren Vereinsaktivitäten zur Verfügung gestellt würden. Danke dafür im Voraus!

Im Namen des Vorstandes

Walter Erlenbach, Vorsitzender                                                  Patrick Kern, Schriftführer

Unter dieser Überschrift erscheint ebenfalls in der Mai-Ausgabe der „Šenovské listy“ der folgende Artikel. Die Übersetzung mit Google Translate hat Zdeněk Skok, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins „Spolek přátel Rheinbachu“ und Lehrer für Deutsch und Mathematik an der Glasfachschule, dankenswerter Weise korrigiert. Die Autorin Olga Pröllerová hat der Veröffentlichung auf unserer Webseite zugestimmt. (Sie ist als Chronistin der Stadt die Nachfolgerin von Hana Svobodová.)

Am 31. März 2021 sind 165 Jahre seit der Gründung der Glasfachschule in Kamenický Šenov vergangen, der ältesten Glasschule in Europa, die während ihres Bestehens eine Reihe von Glasexperten ausgebildet hat.

Es ist 165 Jahre her, dass 1856 in Kamenický Šenov die Schule für Zeichnen, Malen und Modellieren gegründet wurde. Ihr erster Direktor war der akademische Maler Jan Dvořáček aus Dobruška, der nach Kamenický Šenov eingeladen wurde, um mit dem professionellen Unterrichten zu beginnen. Die Gründung der Schule wurde von den Eigentümern von Glas- und Kronleuchterfirmen aus der Region Kamenicko Šenov initiiert, die die Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen Ausbildung für Glasmeister und Gehilfen erkannten.

Der erste Direktor, Jan Dvořáček, mit Gattin

Auf diesen Fundamenten steht die heutige Glasmacherschule, die sich bemüht, außergewöhnliche Beziehungen zu Herstellern von Glas und Beleuchtungskörpern von nah und fern zu pflegen, wie es in ihren Anfängen festgelegt wurde. Zu den größten Partnern der Schule zählen die Unternehmen Preciosa Lighting Kamenický Šenov, Moser Karlovy Vary, Crystalex Nový Bor, Pačínek Glass Kunratice und eine Reihe anderer Glashersteller und -veredler. Wir bilden zukünftige Mitarbeiter dieser Unternehmen aus und stellen sicher, dass das Schulungsprogramm traditionelle Handwerkskunst in den Bereichen Schleifen, Malen, Glasgravur und Beleuchtungsproduktion sowie Kenntnisse über neue Technologien und Computermethoden umfasst, die in der aktuellen Glasindustrie eine herausragende Rolle spielen. Eine große Anzahl von SUPŠS-Absolventen studiert an der Universität der Künste, wie es in der Vergangenheit der Fall war, als unsere Schule an den künstlerischen Anfängen von Legenden der tschechischen und Weltglaskunst wie René Roubíček, Vladimír Kopecký, Jiří Šuhájek, Ivo Rozsypal und vielen anderen stand.

Die lange Tradition und ehrliche Arbeit unserer Vorgänger verpflichtet und ermutigt uns, einen hohen Bildungsstandard im Bereich der Glas- und Leuchtenverarbeitung und -technologie sowie im Bereich des künstlerischen Designs aufrechtzuerhalten. Das Interesse junger Menschen am Studium von Glaskunst und Design wächst weiter.

Die Schule ist eine der am besten ausgestatteten Glasinstitutionen der Welt, auch dank des umfassenden Umbaus von 2019 und ihrer modernen und professionellen Ausstattung. Dank der Unterstützung der Region Liberec wurde das Zentrum für Berufsbildung (COV) mit neu ausgestatteten Werkstätten und Studios eröffnet. COV dient hauptsächlich Schülern unserer Schule und anderen Schülern von Kunstdisziplinen. Die Räumlichkeiten ermöglichen die Organisation von Workshops und Treffen von Schülern, Lehrern und der Öffentlichkeit, die die Glasherstellung und die Künste bekannt machen. Leider hatte das Zentrum aufgrund der aktuellen epidemiologischen Situation noch nicht die Möglichkeit, so zu funktionieren, wie wir es möchten.

Wir unterhalten die Schule unter ausgewählten Elite-Bildungseinrichtungen, was durch die Schirmherrschaft der UNESCO bestätigt wird, die die SUPŠS Kamenický Šenov 2005 in das Netzwerk ausgewählter Schulen ASPNet aufgenommen hat. Anlässlich des 165. Jubiläums plant die Schule, Feierlichkeiten für zu organisieren die Öffentlichkeit aufgrund der Pandemie im September 2021 direkt an der Schule in Kamenický Šenov. Der Plan ist ein traditioneller Kongress von Absolventen und eine Ausstellung in der neu installierten Galerie der Glasschule. Im Juni 2021 organisiert das Glasmuseum in Kamenický Šenov eine Ausstellung schulhistorischer Artefakte aus dem Museum und den Schulsammlungen.

165 JAHRE SEIT DER GRÜNDUNG VON SUPŠS IN KAMENICKÝ ŠENOV

In unserer Stadt befindet sich sowohl das Naturdenkmal Panská skála als auch die älteste Glasmacherschule der Welt, die 1856 gegründet wurde.

Etwas aus der Geschichte der Schule: Zuerst wurde sie in der Pfarrschule neben der Kirche in einem Raum unterrichtet. Das Interesse am Studium war groß. Im ersten Jahr waren es 154 Schüler und im Schuljahr 1866/67 sogar 201 Schüler, aufgeteilt in 7 Abteilungen.

Das (heute noch existierende) erste Schulgebäude, Nr. 79 am Kirchberg. Aufnahme um 1950.

Am 20. Juni 1855 wurde ein Wettbewerb für einen Lehrer für Zeichnen und Modellieren ausgeschrieben. Im Januar 1856 wurde Jan Dvořáček aus Dobruška, Pädagoge in Prager Familien und Maler historischer Gemälde, zum Direktor gewählt.

Die Absolventen der Schule wurden Maler und Graveure von Glas, Designer, Lithographen, Farbenhersteller und -händler, Metallurgen und Hüttenmeister, Glashersteller und -exporteure sowie Schüler von Kunstschulen. Nach einem Jahr Erfahrung auf diesem Gebiet wurden sie durch das Abschlusszertifikat berechtigt, das betreffende Handwerk unabhängig zu betreiben.

Die Schule hat sich immer ihrer Geschichte verschrieben. Sie war auf Weltausstellungen in London, Paris und Wien vertreten. Alle zehn Jahre – 1906, 1916, 1926 und 1936, als sie eine umfangreiche Bilddokumentation veröffentlichte, wiederholte sie die Feierlichkeiten. Auch die tschechischen Lehrer haben diese Tradition gerne fortgesetzt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Unterricht an der Schule am 1. September 1945 wieder aufgenommen. Deutsche Lehrer gingen nach Deutschland (meist nach Rheinbach) und wurden hauptsächlich durch Absolventen der Hochschule für Angewandte Kunst in Prag ersetzt. Trotzdem wurde die Schule in den 50er Jahren zeitweiliggeschlossen.

1956 fand anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung der Schule der erste Kongress von Absolventen und Lehrern der Nachkriegszeit statt. Es wurde ein Beschluss gefasst, in dem die Wiederaufnahme des Unterrichts gefordert wurde. Im Herbst 1957 wurde die Schule in Kamenický Šenov wiedereröffnet.

Im Jahr 2009 begann wieder ein Kampf, unsere Glasfachschule zu erhalten. Die Regionalbehörde beabsichtigte, die Schule in Kamenický Šenov mit der Schule in Nový Bor zusammenzulegen. Die Finanzströme aus dem Regionalbudget gingen hauptsächlich an Nový Bor, obwohl die örtliche Schule Probleme mit dem Interesse der Schüler hatte, an dieser Schule zu studieren. Die gesamte geplante Veranstaltung des „Zusammenschlusses“ wurde vom damaligen stellvertretenden Bildungsminister Radek Cikl umfassend gefördert. Sofort kam es zu einer großen Welle des Widerstands gegen diesen Schritt bei Schülern, Schulabsolventen sowie bei Laien und Fachleuten im In- und Ausland. Der Fall wurde in der regionalen und nationalen Presse sowie in den öffentlichen Medien diskutiert. Lehrer und Schüler standen unter großem Druck. Öffentliche Proteste fanden in unserer Stadt, in Nový Bor, Liberec und Prag statt. Der damalige Direktor von SUPŠS, akad.mal. Frant. Janák, und das gesamte Lehrpersonal standen unter großem Druck. Es gab eine vierjährige Kampagne mit Kämpfen, Demonstrationen, Mobbing und Beleidigungen. Alle Verbündeten der Schule, angeführt von Schulleiter Janák, widersetzten sich jedoch.

In der gegenwärtigen Pandemie hat SUPŠS viele Schwierigkeiten zu überwinden, aber an der Schule sind wieder genügend Menschen interessiert, die sich für das Studium interessieren.

Vor zwei Jahren führte die Schule größere Umbauten durch und erwarb neue Unterrichtseinrichtungen, um das Studienangebot für Schüler zu erweitern. Die Schule ist mit ihrem Maschinenpark auf einem sehr hohen Niveau und die Schüler von unserer Glasschule sind hier sehr zufrieden.

Das jetzige Schulgebäude im Laufe der Geschichte.

Unsere führenden weltberühmten Glaskünstler haben an der örtlichen Schule studiert. Anlässlich des 165. Jubiläums wünsche ich unserer Glasschule in den kommenden Jahren viele Erfolge und viele weitere erfolgreiche Schulabsolventen, die die Glasherstellungstradition unserer Region im In- und Ausland mindestens so erfolgreich wie Generationen vor ihnen vertreten.

Olga Pröllerová

ehemalige Ökonomin und Chronistin der Stadt